09 Selbstversuch: Klarträume – luzides Träumen

Selbstversuch Klarträume – luzides Träumen: Wie wunderbar wäre es, wenn Du Deine Träume bewusst steuern könntest? Du könntest so alles erleben was Du schon immer erleben wolltest. Mit Klarträumen, auch luzides Träumen genannt, geht das. Hier teile ich meine Erfahrungen aus meinem Selbstversuch und gebe Dir eine ausführliche Anleitung wie auch Du zum Klarträumer wirst!

Die letzte Folge hieß „Lebe völlig sorgenfrei – Probleme lösen sich auf – das Experiment im Selbstversuch einen Monat später“. Hier habe ich vor einem Monat alle meine Sorgen aufgeschrieben. Nach diesem Monat habe ich dann mir dann angeschaut, welche Sorgen noch aktuell sind. Von den kurzfristigen Sorgen hatten sich 92% aufgelöst und von den laufenden Sorgen 64%. Ich war und bin beeindruckt von diesem Ergebnis!

In Folge 2 „Voraussetzungen für ein bewusstes Leben“ hatte ich die Folge über Klarträume bereits angekündigt. Hier ist sie also. Ich freue mich sehr, Dir das Thema „Klarträumen bzw. luzides Träumen“ jetzt vorstellen zu können. Ich berichte auch gleich zu meinen Selbstversuchen zu diesem Thema.

Klarträume, auch luzides Träumen genannt, sind schon lange auf meiner Wunschliste ganz oben. Wie wunderbar wäre es, wenn Du Deine Träume selbst bewusst steuern könntest? Was für ein Gewinn und welche Möglichkeiten tun sich auf!

Was sind nun Klarträume genau? Klarträume sind Träume, die während des Schlafens stattfinden und bewusst als Traumzustand während des Träumens erkannt werden. Darüber hinaus kann der Träumende den Traumverlauf willentlich steuern und ist dabei geistig klar. Deshalb wird das Gegenteil von Klartraum auch Trübtraum genannt. Trübträume sind unsere normalen Träume.

Was sind denn nun die größten Vorteile von Klarträumen? Hier nur eine kleine Auswahl:

Vorteile von Klarträumen / Luziden Träumen

  • Deine Kreativität kann sich massiv erhöhen – so gibt es Musiker, die ihre Songideen im Klartraum haben
  • Alltagsprobleme lassen sich leicht lösen
  • Sportarten lassen sich perfektionieren
  • Musikinstrumente oder andere erlernte Fähigkeiten lassen sich ebenfalls perfektionieren
  • Hilfe bei der Angst- und Stressbewältigung
  • Umerleben von wiederkehrenden Alpträumen
  • Unschädliches Ausleben von Fantasien

Geeignete Techniken für Klarträume / luzide Träume

Um in den Genuss von Klarträumen zu kommen gibt es mehr als zehn und aus meiner Sicht drei wesentliche Techniken:

Technik Nummer 1 heißt DILD und das steht für: „Dream Induced Lucid Dream“, also im Traum eingeleiteter Klartraum. Dabei findet der Klartraum während des Schlafens statt. Von diesen Klarträumen spreche ich im weiteren Verlauf dieser Folge.

Technik Nummer 2 heißt WILD und das steht für: „Waking Induced Lucid Dream“, also im Wachen eingeleiteter Klartraum. Hier gleitest Du vom Einschlafen direkt in den Klartraum. Auch dazu später mehr.

Technik Nummer 3 heißt DEILD und das steht für: „Dream Exit Induced Lucid Dream“, also durch Traum verlassen eingeleiteter Klartraum. Dabei gleitest Du morgens direkt nach dem Aufwachen mit unbewegtem Körper und bestimmten Checks in Deinen Klartraum. Mein sehr erfolgreiches Experiment mit dieser Methode folgt im späteren Teil dieser Folge.

Die unterstützende Technik heißt WBTB und das steht für: „Wake Back To Bed“, also aufwachen und dann zurück ins Bett. Hier wirst Du nachts wach, stehst auf und legst Dich nach einiger Zeit wieder ins Bett. Diese Technik lässt sich auch mit Technik 1 und 2 verbinden. Diese Technik nutze ich abgewandelt, dazu auch gleich mehr.

Reality Checks und Film „Nicht weit von mir“

Ende 2018 habe ich mich erstmals intensiver mit Klarträumen, also luziden Träumen beschäftigt und viel darüber gelesen. Im nächsten Schritt habe ich diese Infos dann an mir als Experiment im Selbstversuch ausprobiert. Tatsächlich hatte ich dann Anfang 2019 im Urlaub in einer Nacht gleich drei Klarträume! Danach habe ich das Thema wieder etwas aus den Augen verloren, es kam jedoch auf den verschiedensten Wegen regelmäßig wieder zu mir. So habe ich vor Kurzem dann den Film „Nicht weit von mir“ aus dem Jahr 2010 gesehen. Auch hier geht es um Klarträume.

Die große Herausforderung bei Klarträumen ist es diese zu erkennen, während sie passieren. Dafür macht die Hauptdarstellerin im Film sehr viele sogenannte Reality Checks. Dabei versucht Sie zunächst mit der Hand durch die Wand zu greifen. Falls dies gehen sollte, weiß sie, dass sie träumt. Ebenfalls kann als Reality Check ein Lichtschalter gedrückt werden. So schafft sie es schließlich ihre Träume bewusst und wirklich sehr lange selbst steuern zu können.

Reality Checks sollen laut Empfehlung bis zu 30 Mal am Tag wiederholt werden. Dadurch werden sie zur Gewohnheit, die Du dann auch im Traum ganz leicht anwenden kannst. Weitere sinnvolle Reality Checks sind Nase zuhalten und versuchen trotzdem zu atmen oder einige Wörter lesen. Dabei fragst Du Dich: Träume ich oder bin ich wach? Wenn Du die gleichen Buchstaben mehrmals lesen kannst, bist Du wach. Hingegen im Klartraum scheinen sich Buchstaben bei einigen Menschen zu verändern. Warum ich selbst keine Reality Checks nutze, sage ich später. Für mich haben Reality Checks nämlich nur einen Mega-Vorteil: Du beschäftigst Dich 30 Mal am Tag mit dem Thema und holst es so in Dein Bewusstsein. Folglich erhöhst Du so die Chance für Klarträume signifikant. Mein Tipp an dieser Stelle: Stelle Dir bei den Reality Checks auch schon das Klartraum-Thema vor, dass Du als nächstes erleben möchtest.

Doch nun erst einmal zurück zum Film „Nicht weit von mir“. Der Film ist vom Stil her bemüht unaufgeregt. Dennoch bietet er bis ungefähr zur Mitte einen sehr schönen Einblick in die Möglichkeiten der Klarträume nach Technik 1, also aus dem Traum den Klartraum starten. Spannend daran ist, dass der Film von 2010 ist und Technik 3 DEILD erst ab 2011 im deutschen Internet erwähnt wird. Deswegen wird vermutlich im Film noch diese Technik 1 thematisiert. Dennoch eine klare Empfehlung von mir für diesen Film!

Empfehlungen für Dokumentationen zum Thema Klarträume

Klarträume: Schlau im Schlaf (SPIEGEL TV – 08.10.2012)
„Planet Wissen“ im ARD zum Thema Klartraum / luzides Träumen
Planetopia – Klarträume / Erfolg im Schlaf — Leistungssteigerung durch bewusst gesteuerte Träume
Selbstversuch: Klarträumen lernen! Ari lernt, ihre Träume zu kontrollieren || PULS Reportage

Präluzide Träume – Deine Vorstufe zu Klarträumen

Am Anfang kann es zu sogenannten präluziden Träumen kommen. So heißt die Stufe vor dem wirklichen Klartraum. Einer Klientin von mir ist das kürzlich passiert. Wir hatten die Theorie zum Thema Klarträume inkl. Anleitung und aller Tipps schon gemeinsam besprochen. Nun wollte sie ihre ersten Versuche starten und eigene Erfahrungen machen. Nach einigen Tagen erreichte mich ganz früh morgens eine SMS. Der Text ist typisch für einen präluziden Traum „Guten Morgen Sebastian, heute wollte ich im Traum fliegen, ich blieb jedoch einfach stehen. Dann war ich verwirrt, ob es ein Traum war.“ Hier ist der Verstand noch sehr aktiv und mischt sich ein, weil Fliegen ohne Hilfsmittel aktuell unmöglich ist. Dennoch ein riesiger Erfolg für sie, auf dem sie wunderbar aufbauen kann. Durch ihr Bewusstsein, dass dies ein präluzider Traum war hat sie sich bewiesen, dass Sie klarträumen kann. Was einmal ging, geht auch künftig!

10 Schritte zum Klarträumen

Und wie habe ich es geschafft Klarträume zu erleben? Gerne teile ich meine eigenen Erfahrungen mit Dir. Die ausführliche Anleitung findest Du auch auf meiner Website: http://lebedichbewusst.de. Insgesamt sind es die folgenden 10 Schritte:

  1. Im ersten Schritt ist es so wichtig ein Bewusstsein für das Träumen an sich zu schaffen.
  2. Versuche Dich morgens an Deine Träume oder wenigstens einen Traum der vergangenen Nacht zu erinnern!
  3. Notiere diesen Traum direkt nach dem Aufwachen so detailliert wie möglich in einem Traumtagebuch. Alternativ kannst Du den Traum auch in ein Diktiergerät sprechen oder mit Deinem Smartphone aufnehmen. Ich empfehle Dir jedoch das Aufschreiben, idealerweise sogar per Hand, da Du Dich dadurch noch besser mit dem Traum verbinden kannst und die Erinnerung länger anhält.
  4. Denke tagsüber ab und zu diesen Gedanken: Wenn ich heute Nacht träume, steuere ich meinen Traum bewusst.
  5. Denke genau diesen Gedanken auch unmittelbar vor dem Einschlafen: Wenn ich gleich träume, steuere ich meinen Traum bewusst. Gerne kannst Du ihn auch mehrfach nacheinander denken.
  6. Nun kommt mein persönlicher TOP-TIPP zur Beschleunigung: Klarträume finden anfangs nur im letzten Schlafzyklus vor dem Aufwachen statt. Die Wahrscheinlichkeit für Klarträume steigt enorm an, wenn Du morgens ca. 1,5 Stunden vor dem normalen Aufwachen, zufällig wach bist und dann den folgenden Satz solange denkst, bis Du wieder schläfst: Wenn ich jetzt träume, steuere ich meinen Traum bewusst. Das vereinfacht für mich das Klarträumen extrem!
    Eingangs hatte ich es schon angesprochen. Hier nutze ich die unterstützende Technik WBTB „Wake Back To Bed“ ein wenig abgewandelt. Nämlich bleibe ich liegen und spare mir das Aufstehen.
    Da es so wichtig ist noch einmal: Die größte Chance für Klarträume hast Du, wenn Du morgens ca. 1,5 Stunden vor Deiner normalen Aufwachzeit aufwachst. Als nächstes kannst Du Dich schon einmal freuen. Jetzt ist die Gelegenheit sehr günstig! Anschließend denkst Du den folgenden Satz solange, bis Du wieder schläfst: Wenn ich jetzt träume, steuere ich meinen Traum bewusst. Wow! Jetzt kann es losgehen!
    Dazu noch Tipps aus meiner Praxis: Wenn Du meistens durchschläfst nenne ich Dir zwei Möglichkeiten, um Deinen Schlaf zu unterbrechen:
    a) Du trinkst abends mehr Wasser als sonst und der Druck in Deiner Blase wird Dich ganz sanft wecken
    b) Du stellst Dir einen Wecker mit binauralen Beats, mehr dazu gleich.
  7. Ebenfalls möchte ich Dir meine Schlaftipps wärmstens an Herz legen, um Deinen Schlaf zu verbessern und auch um Deine Schlafzyklen zu kennen. Die Schlafzyklen sind entscheidend. Wenn Du einschätzen kannst, wann der letzte Zyklus anbricht und dann wach bist, sind die Voraussetzungen günstig.
  8. Angenommen, Du erlebst nun Deinen Klartraum – was nun? Jetzt kommt es darauf an zu erkennen, dass Du tatsächlich einen Klartraum hast. Dazu hilft der schon genannte Reality Check. Aus meiner Sicht kannst Du das Vorgehen auch anders wählen, viel einfacher. Und zwar wirst Du bei jedem Klartraum kurz das Gefühl haben, jetzt bewusst steuern zu können, also klar zu träumen. Nur fehlt Dir noch der Beweis. Den kannst Du ganz leicht erbringen, in dem Du in der Situation, in der Du im Traum gerade bist, prüfst, ob Du träumst oder wach bist. Wenn Du im Traum gerade gehst, versuche zu fliegen oder ganz hoch zu springen. Dabei soll springen einfacher sein, weil es einfach realistischer ist. Wenn Du Ball spielst, werfe den Ball ganz weit, weiter als Du es sonst schaffst. In jeder Traumsituation findest Du ganz leicht Möglichkeiten für Deinen individuellen Reality Check. Bei mir war es zuletzt so dass ich mit dem Fahrrad gefahren bin und dann als Reality Check in eine Mauer gefahren bin. Danach war ich direkt wieder wohlbehalten auf dem Fahrrad und konnte einfach weiterfahren. Dadurch hat sich mein Klartraum bestätigt. Daraufhin wirst Du sehr, sehr glücklich und ein wenig aufgeregt sein. Ab sofort bist Du der bewusste Gestalter Deines Traumes! Lass Deiner Kreativität freien Lauf und nimm Deine Gefühle war! Ist es das Gefühl von grenzenloser Freiheit? Welche Gefühle nimmst Du wahr?
    Einziger Wermutstropfen: Am Anfang dauern Klarträume nur ganz kurz. Anfangs wirst Du vermutlich die ersten Male sogar direkt aufwachen, wenn Du realisiert hast, dass Du gerade Deinen Traum steuerst. Übung macht den Meister und das wird mit der Zeit deutlich besser. Später in dieser Folge gebe ich Dir noch ein paar Tipps, um Deinen Klartraum zu verlängern.
    Dabei ganz wichtig: Notiere Dir nach dem Aufwachen den Klartraum so detailliert wie möglich (siehe Punkt 3.) inkl. Deiner erlebten Gefühle!
  9. Gratulation, nun hast Du Deinen ersten Klartraum erlebt! Bedenke: Was Du einmal geschafft hast, kannst Du auch immer wieder schaffen! Denk öfter darüber nach, wie der Traum war und vor allem, wie Du Dich dabei gefühlt hast! Dein Gefühl spielt dabei eine große Rolle! Auch hier gilt: ab ins Traumtagebuch mit Deinen Traumerlebnissen!
  10. Die Punkte lesen sich leicht und einfach anwendbar. Das sind sie auch und sie haben bei mir zum Erfolg geführt. Dennoch war es ein langer Weg, der gedauert hat. Die Koordinaten hast Du nun, den Weg darfst Du allein gehen! Lass Dir Zeit und gib Dir Zeit. Erzwingen ist hier der falsche Weg. Stelle Dich gedanklich auf Klarträume ein und rechne, dass es einige Monate dauern kann, bis Du Deinen ersten Klartraum erlebst. Auch dann treten Klarträume anfangs nur selten auf. Zudem ist es wie so vieles eine reine Übungssache!

Meine Erfahrungen und weitere Tipps

Das erste Mal hatte ich gleich drei Klarträume in einer Nacht. Da bin ich über eine Autobahn geflogen. Ein wunderschönes  Erlebnis und sehr mächtiges Gefühl, an dass ich mich noch gerne erinnere. Einige Zeit später hatte ich auch einen Klartraum, den ich auch als solchen erkannt habe jedoch völlig untätig blieb. Schade, verschenkte Chance. Allerdings gibt es ja noch genug Nächte, in denen ich Klarträume erleben darf! Die Wiederholung ist auch hier die Mutter der Perfektion. Je mehr Du Deinen Fokus auch tagsüber auf das Thema legst, desto erfolgreicher wirst Du beim Klarträumen sein.

Weiteres Hilfsmittel: Binaurale Beats oder Isochrone Beats

Was kann Dir noch dabei helfen leichter klar zu träumen? Beispielsweise Binaurale Beats oder Isochrone Töne! In der letzten Folge hatte ich die Binauralen Beats zur Entspannung kurz angesprochen. In Zukunft folgt dazu noch eine separate Folge. Praktisch sind binaurale Beats eine akustische Täuschung, die Du wahrnimmst, wenn beiden Ohren Schall mit leicht unterschiedlicher Frequenz zugeführt wird.

Stell Dir kurz vor Du möchtest eine tiefe Theta-Frequenz von 3,8 Hertz über binaurale Beats hören. Dafür hörst Du über Kopfhörer auf einem Ohr eine Frequenz von z. B. 428 Hertz und auf dem anderen Ohr eine Frequenz von 431,8 Hertz. Die Differenz der beiden ist Dein gewünschter Ton, der pulsiert mit 3,8 Hertz. Anstelle Deiner Ohren möchte Dein Gehirn ausgleichen und macht daraus diese Frequenz von 3,8 Hertz. Das dadurch pulsierende Geräusch ist ein typisches wawawa. Im Podcast spiele ich Dir das kurz ein.

So klingen also binaurale Beats. Durch diese angepasste Frequenz in Deinem Gehirn passt sich Dein Gesamtzustand als Mensch an. Folglich kannst Du mit unterschiedlichen Frequenzen das Erreichen sehr vieler gewünschter Körperzustände unterstützen. Dies sind beispielsweise Einschlafen, Meditieren, Entspannen, Konzentrieren und eben auch Klarträume. Dafür eignet es sich in der Theta-Frequenz, also der Traumfrequenz zwischen 3 und 8 Hertz, zu sein. Hier werden zwischen 3,5 und 3,8 Hertz empfohlen. Dann ganz kurz in die Alpha Frequenz zwischen 8 und 12 Hertz zum Aufwachen zu wechseln. Dafür liegt die Empfehlung bei 9 Hertz. Anschließend geht es weiter mit der tiefen Theta-Frequenz. So verstärkt sich das bewusste Träumen. Wo findest Du die binauralen Beats, die Dich beim Klarträumen unterstützen? Hier hilft die Suchmaschine Deiner Wahl sehr gut und ganz kostenfrei weiter. Dort findest Du eine Vielzahl passender Frequenzen. Wichtig: YouTube hilft Dir hier wenig, da die Qualität hoch sein muss und unbedingt musst Du diese Frequenzen per Kopfhörer hören. Aus meiner Sicht ist die Nutzung von binauralen Beats empfehlenswert und einen Versuch wert! Auf keinen Fall solltest Du die ganze Nacht über Frequenzen hören da dies Deinen Schlaf tatsächlich stört. Darüber hinaus gibt es auch noch Isochrone Töne, die auch ohne Kopfhörer funktionieren mit ähnlichem oder gar noch besserem Effekt.

So kannst Du Deinen Klartraum verlängern

Und wie kannst Du Deinen Klartraum verlängern? Dafür soll es laut dem Buch „Exploring the World of Lucid Dreaming“ von Stephen LaBerge reichen, im Traum die Hände aneinander zu reiben, und sich dabei die Hitze, die entsteht, bewusst zu machen. Noch geeigneter finde ich, wenn Du Dich im Klartraum einfach um Deine eigene Achse drehst. Dann ist Dein Gehirn erst einmal damit beschäftigt und vergisst das Aufwachen.

Weiterhin kann Dir auch helfen einfach im Klartraum zu sagen: „Das hier ist mein Traum und ich bestimme was und wie lange hier passiert.“ Dazu gibt es noch eine wunderbare Alternative, die Du im Wachbewusstsein einstudieren kannst. Bei dieser stellst Du Dir mehrmals am Tag vor, dass Du jetzt gerade träumst. Dann schaust Du Dich in Deiner Umgebung um und Dir wird klar, dass alles unwirklich ist und Du alles machen kannst, alles ist jetzt schon möglich. Anschließend bleibst Du einige Minuten in diesem Gefühl. So gewöhnst Du Dich bereits an dieses Gefühl und die Überraschung Deiner Möglichkeiten und Fähigkeiten im Klartraum fällt geringer aus. Diese sorgt nämlich anfangs dafür, dass Du Dich erschrickst und aufwachst oder Dir zu wenig zutraust.

Um zu trainieren das Besondere normal werden zu lassen, kannst Dir Du auch in seltsamen Situationen sagen, dass alles möglich ist und nur eine Vision. Wenn Du Zugang zu Virtual Reality hast ist das auch ein wunderbares Mittel, um Deinem Gehirn und Verstand Möglichkeiten zu zeigen, die es bei Erlebnissen im Traum auch geben kann.

Welchen Weg gibt es noch für häufigere Klarträume? Nutze Deinen Mittagsschlaf mit Technik Nummer 2 (WILD „Waking Induced Lucid Dream“) also dem im Wachen eingeleiteten Klartraum. Hier gleitest Du vom Einschlafen direkt in den Klartraum. Dafür stellst Du Dir vor, dass Du jetzt Deinen Traum selbst steuern wirst. Anschließend beginnst Du schon einmal mit Deinem gewünschten Traum, wenn Du merkst, dass Du gleich einschläfst. So kannst Du direkt weitermachen.

Erfolgversprechende Technik DEILD im Selbstversuch

Nun wie angekündigt mein Experiment mit Technik Nummer 3 DEILD „Dream Exit Induced Lucid Dream“, also ein durch Traum verlassen eingeleiteter Klartraum.

Diese Technik möchte ich gerne detaillierter vorstellen. Dazu kannst Du Dir vorbereitend tagsüber vorstellen, wie Du aus einem Traum erwachst, dann die Augen geschlossen lässt und ohne Bewegung liegen bleibst. Dazu kannst Du Dir begleitend als Autosuggestion sagen: „Nach dem Aufwachen bleibe ich mit geschlossenen Augen bewegungslos liegen und bin bei vollem Bewusstsein“. Diesen Satz wiederholst Du gerne öfter, idealerweise auch unmittelbar vor dem Einschlafen. Dabei ist es sehr wichtig zu glauben, dass das auch funktioniert. Du musst überzeugt davon sein!

Anschließend schläfst Du ein und wachst irgendwann wie gewünscht auf. Nun lässt Du Deine Augen geschlossen und bleibst ohne Bewegung liegen. Zu diesem Zeitpunkt bist Du noch ganz nah an der gerade vergangenen Traumphase (auch REM-Phase genannt) und kannst direkt mit Deinem Klartraum weitermachen. Je kürzer die REM-Phase her ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt. Wenn Du bereits alles fertig geträumt hast, kann es schwerer werden.
Die weitere Technik stelle ich gleich vor in meinem Experiment bzw. Selbstversuch:

Am ersten Versuchstag, direkt vor dem Einschlafen abends, habe ich mir also gesagt, dass ich morgens nach dem Aufwachen unbeweglich liegen bleiben möchte. Anschließend möchte ich die nachfolgend beschriebenen Techniken machen. Demnach bleibe ich beim Aufwachen unbewegt liegen. Dann rolle ich mich imaginär aus dem Bett oder versuche über dem Bett zu schweben. Tatsächlich funktioniert das irgendwie, wenn auch noch recht undeutlich. Dennoch bin ich der Meinung, dass ich einfach nur liegenbleibe und meine Gedanken mir mit dem Rollen einen Streich spielen. Anschließend starte ich mit dem nächsten Bestandteil, dem imaginären Händereiben. Tags zuvor habe ich mich damit in der Theorie beschäftigt, und ich fand genau diesen Schritt komplett unwirksam. Nun werde ich eines Besseren belehrt, da meine Hände fast umgehend ganz warm werden. Dadurch bin ich ganz überrascht und möchte nun meinen Klartraum starten, in dem ich jetzt schon bin. Tatsächlich fängt jetzt ein Gedankenkarussell an: Ich denke, ich hätte mich ja schon nach dem Aufwachen bewegt (Klammer auf: nein ich bin liegen geblieben), das muss ich an einem anderen Tag versuchen, los die Techniken noch einmal von Beginn, das muss jetzt gehen. Schier unmöglich für mich hier und jetzt den Klartraum fortzusetzen. Anschließend habe ich erneut mit imaginärem Rollen aus dem Bett und dem Händereiben begonnen. Im Ergebnis war es wie beim ersten Mal. Folglich dachte ich es geht und ich bin im Klartraum und wollte etwas machen. Leere. Dann habe ich mich entschieden aufzuwachen und alles aufzuschreiben. Was ich natürlich auch getan habe.

Vorher hatte ich auch einen Klartraum oder sehr intensiven Traum, da war ich bei schönster Sonne am und im Meer. Unmittelbar habe ich es geschafft, aus diesem Traum in mein Klartraumexperiment zu gleiten. Dafür zahlt es sich aus, dass ich einen sehr regelmäßigen Schlafzyklus habe.

An Tag 2 wache ich auf und merke, dass ich aufwache. Demnach bin ich also bewusst. Anschließend bin ich der Meinung, dass ich mich bereits bewegt habe und nun wach bin. Allerdings ist das falsch, da ich noch unbeweglich hier liege. Dennoch bin ich der Meinung, dass es besser ist den Versuch abzubrechen.

Am folgenden Tag 3 sage ich mir vor dem Einschlafen wieder, dass ich direkt nach dem Aufwachen unbeweglich liegen bleibe und die Augen geschlossen lasse, um meinen Klartraum zu starten. Erneut wache ich auf, lasse meine Augen geschlossen und bin der Meinung, dass ich mich schon wieder bewegt habe. Allerding ist das schon wieder falsch wie ich später feststelle. Dennoch scheine ich an diesem Morgen zu wach zu sein und ich breche ab. Morgen geht es weiter!

Was sich noch eingestellt hat: Sehr intensive Träume, die mich an ganz tiefe Themen heranführen. Deshalb bin ich sehr begeistert von dieser Technik!

Du kannst diese Technik auch wunderbar nutzen, um nach einem Klartraum erneut mit dem nächsten zu starten.

Fazit und Ausblick

Wow, ich bin tief, tief beeindruckt von der Wirksamkeit dieser Methode, die so schnell zum Erfolg führt. Gleichzeitig kommt der Gedanke, dass Klarträumen süchtig machen kann. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass es sich um ein Phänomen handelt, dass dann auftritt, wenn die Parameter günstig sind. Nun wird es zu einer Möglichkeit, die sich nahezu jede Nacht bietet. Deswegen solltest Du das unbedingt im Hinterkopf behalten und sorgsam, also sehr bewusst damit umgehen!

Manche sagen, dass diese Technik statt Klarträumen Astralreisen möglich macht. Auch interessant.

Kurz vor Ende noch ein Zitat: Wenn Du träumst dann betrittst Du eine Welt, die ganz und gar Dir gehört.

Du hast noch Fragen zum Thema Klarträume oder Luzides Träumen? Ich helfe Dir gerne und kann Dich ein Stück auf dem Weg begleiten! Melde Dich einfach bei mir.

Zusammengefasst sind Klarträume ein wunderbares Instrument, um noch bewusster und intensiver zu leben – selbst im Traum! Du kannst Dich so wunderbar und leicht weiterentwickeln und viele Themen selbst lösen. Dazu gibt es mehrere Techniken und am erfolgversprechenden ist es nach dem Aufwachen unbeweglich und mit geschlossenen Augen liegen zu bleiben. Anschließend rollst Du Dich aus dem Bett und reibst Deine Hände und sehr bald startest Du Deinen nächsten Klartraum! Ich wünsche Dir viel Freude beim Ausprobieren und Klarträumen! Natürlich freue ich mich auch von Deinen Erfahrungen zu hören – schreib mir gerne unter hallo@lebe-dich-bewusst.de.

In der nächsten Folge geht es um „Loops: Unerledigte Themen, die gerne noch erledigt werden möchten“.

Dein Sebastian

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