42 Warum wichtig nehmen schädlich ist und wie es besser geht

Zu wichtig nehmen ist schädlich für Dich und Deine Zielerreichung. Du erfährst in diesem Podcast, warum das so ist und wie Du ganz leicht Ziele erreichst.

Vieles in unserem Leben ist sehr wichtig und muss unbedingt so kommen, wie wir das wollen oder einfach funktionieren. Nun bist Du ja Wähler und wählst aus den unendlichen Varianten im Variantenraum. Die Hintergründe dazu führte ich im Podcast 35 Variantenraum und Informationsfeld aus. Hör da gerne mal oder noch mal rein. Als Wähler wählst Du den ganzen Tag. Das läuft über Deine Gedanken. Deine Gedanken bestimmen Deine Wahl. Diese kann positiv oder negativ sein. Der Wahl ist das ganz egal, sie ist völlig neutral. Sie holt sich die passende Variante aus dem Variantenraum und realisiert sie in Deinem Leben.

Zu hohe Wichtigkeit führt zu einem Überschusspotential

Wenn Du nun etwas unbedingt und dringend und wichtig haben willst oder gar haben musst, dann befindest Du Dich in einem akuten Mangelzustand. Aus diesem Mangel wirst Du nur Mangel wählen können. Zudem schaffst Du ein starkes Überschusspotential, das ausgeglichen werden wird. Wenn Du also fortan ständig daran denkst, wie wichtig das ist, dann verstärkt sich das Überschusspotential. So kannst Du sicher sein, dass es anders kommt als gewünscht.

Ein Beispiel: Ich wollte Freitag morgens ganz früh bei einer Online Apotheke bestellen und das Produkt bis zum nächsten Tag, also Samstag, per Paket zugestellt bekommen. Meine Wichtignahme war ziemlich hoch, da ich das Produkt gerne bereits am Samstag nutzen wollte. Ich schaute, welche Online Apotheke das Produkt hatte und entschied mich für eine  mit einem etwas höheren Preis. Bei dieser hatte ich auch noch einen Gutschein, der fast 9 Monate alt war. Tatsächlich, er funktionierte noch! Alles war wunderbar und wie gewählt. Bis es an die Bezahlung ging. Hier war es noch ein Schritt. Nur einen Code eingeben. Ich wurde gestört und sagte, ich bin sofort fertig, nur noch eben einmal klicken. Hiermit verstärkte ich die Wichtigkeit und erhöhte den Druck. In der Folge brach die Zahlung ab. Nun gut. Ich hatte ja die Bestellnummer. Also online überweisen. Mit der Echtzeitüberweisung, die manchmal stattfand, wäre das Geld ebenfalls sofort da. Hier wurde ich bewusst und nahm die Wichtignahme vor der Zahlung komplett raus. Ich wählte ganz locker und leicht, dass die Zahlung als Echtzeitüberweisung ausgeführt wird. Und so war es. Prima, dachte ich. Dann funktioniert es! Zur Sicherheit schaute ich zwei Stunden später rein: Die Bestellung war vom Anbieter gelöscht. Ich rief an. Ja, die Zahlung scheiterte und deshalb wurde die Bestellung gelöscht. Ok, ich überwies ja den Betrag. Das ist egal, der Betrag wird Ihnen rückerstattet. Aha. Dann bestelle ich eben noch einmal neu. Dieses Mal jedoch ohne Wichtignahme. Ganz neutral wählte ich, dass dieses Mal alles wie gewählt funktioniert. So war es dann. Die Zahlung kam sofort an. Nun hieß es loslassen. Und entspannt abwarten. Die Mail zum Versand erreichte mich bereits Freitagnachmittag. Ich nahm es wohlwollend, jedoch ohne Wichtignahme zur Kenntnis. Am nächsten Mittag um 12 Uhr kam die Mail: Die Sendung befindet sich in der Packstation. Wie gewählt konnte ich das Produkt Samstagmittag nutzen!

Du bist der Wähler

Wenn Du wählst, dann ist das wie eine Bestellung im Internet. Die kommt dann an. Wenn Du Deine Wahl hinterfragst (so wie ich das machte), zu wichtig nimmst (so wie ich das machte) oder in Gedanken dauernd änderst, dann dauert es eben länger oder es gibt irgendwelche unerwünschten Ergebnisse.

Ich habe noch ein weiteres Beispiel: Lege Dir ein 30 cm breites Brett auf den Boden und gehe darüber. Leicht, ganz leicht denkst Du jetzt vielleicht. Nun denke Dir das Brett in 50 Metern Höhe. Scheint schon etwas schwieriger zu gehen. Es ist das gleiche Brett, es sind die gleichen Schritte. Nur plötzlich sind die Rahmenbedingungen anders: Die Höhe kommt dazu. Auf einmal ist es so wichtig, dass Du da heil rüberkommst. Hättest Du ein Sicherungsseil wäre es wieder ganz leicht. Deshalb ist die Empfehlung bei für Dich ganz wichtigen Dingen oder Zielen eine Sicherung oder eine weitere Möglichkeit einzuplanen. Es sei denn Du bist so fortgeschritten, dass Du wählst und anschließend immer entspannt bleibst. Und zwar egal, wie die Rahmenbedingungen sich entwickeln. Dann sparst Du Dir Plan B.

Richtig denken und richtig reden

Dazu kommt die richtige Formulierung Deiner Wahl. Ich weiß, es ist schon lange her. In meiner Folge 03 Mit richtigem Denken und Reden bewusst leben ging es genau um das Thema. Es ist sowas von hilfreich bei Deiner Wahl, genau das zu formulieren, was Du haben oder sein möchtest! Und zwar so, also ob Du es schon hast oder bist! Ich gebe Dir ein Beispiel: Ich freue mich, morgen das Produkt zu nehmen. Oder: Hoffentlich geht das nicht schief, ich brauche das Produkt unbedingt morgen Mittag. Das Wort NICHT fehlt im Variantenraum gänzlich. Das heißt, Deine Wahl wird so übersetzt: Hoffentlich geht das schief. An der Stelle stoppt Deine Wahl im Variantenraum und Dein Wille geschieht.

Die Bedeutung der richtigen Sprache möchte ich hier noch einmal betonen. Ca. im Juni 2019 begann ich, meine Sprache so anzupassen, dass ich meine Worte und Formulierungen so wähle, um ausdrücken, was ich will. Früher sagte ich ganz oft das wörtliche Gegenteil davon. Ja, ich weiß. Diese Umstellung dauert. Und sie nervt, weil Du jeden Rückfall ins alte Muster natürlich sofort bewusst wahrnimmst. Dann nervt sie, weil kaum jemand so spricht wie Du. Ständig übersetzt Du im Stillen, was der andere Mensch wirklich gemeint hat. Du möchtest alle korrigieren und lässt es doch besser.

Auf der anderen Seite gibt es großartige Momente, wenn Du plötzlich ganz anders wahrgenommen wirst aufgrund Deiner Klarheit in der Sprache. Noch besser: Du merkst schnell kleine und große Erfolge bei Deiner Wahl. Und dennoch nervt es. Weil es echt lange dauert. Und weil immer noch kaum jemand so spricht wie Du. Manchen fällt auf, was sich bei Dir geändert hat und sie sprechen Dich an. Dann erzählst Du, was Du geändert hast. Das bleibt bei bewussten Menschen hängen. Ab dann werden sie immer in Deiner Gegenwart merken, wenn sie das Gegenteil formulieren. Oder sie stellen sich selbst um. Dann wird es wunderbar. Eure Gespräche haben eine Klarheit, die sehr angenehm ist. Klare Worte. Klingt schön.

Ein spielerischer Nebeneffekt Deiner klaren Sprache oder Deiner klaren Gedanken: Auch in Konflikten bist Du so im Vorteil, da Du die verwaschenen und verdrehten Argumente Deines Gegenübers sehr leicht zerlegen kannst. Einzig über die Sprache mittels ein paar Nachfragen zu den Formulierungen setzt Du Dich locker durch oder kannst den Konflikt wunderbar entschärfen und auflösen.

Denke und sprich nur, was Du willst!

Lange Rede kurzer Sinn: Denke und sprich nur das, WAS DU WILLST! Das ist aus meiner Sicht der Anfang von allen weiteren Schritten. Es wird Dir Dein Leben so was von leichter machen. Sollten dennoch Deine Gedanken oder Worte so sein, dass sie das Gegenteil ausdrücken, dann sei geduldig mit Dir. Es braucht Zeit. Allein, dass Dir das bewusst auffällt ist bereits eine deutliche Verbesserung! Der Rest ist Übung, Übung und Übung. Und die Übung macht schließlich den Meister.

Dazu empfehle ich Dir auch weiterhin das Buch: In der Sprache liegt die Kraft* von Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf. Für mich und auch mein Umfeld war es sehr hilfreich!

Zurück zur Wichtignahme. Auch Deine eigene Wichtignahme kannst Du deutlich reduzieren. Wenn Du das machst, spüren die anderen Menschen intuitiv, dass Deine Bedeutsamkeit auch ganz ohne Wichtigkeit auskommt. In der Folge erfährst Du Sympathie und Respekt.

Die Wichtigkeit ist oftmals der Auslöser von problematischen Situationen oder von Leiden. Die meisten unausgeglichenen Gefühle, wie z. B. Unzufriedenheit, Angst, Verehrung, Verachtung oder Idealisierung haben ihre Quelle bei der Wichtigkeit. Diese bindet viel Energie und nutzt sehr wenig. In Deinem Leben taucht etwas auf. Das ist erst einmal neutral. Nur Deine Bewertung sorgt für eine Überbewertung, die dann zu den genannten Problemen führen kann und wird. Damit machst Du Deine Wahl kaputt.

Auf die Wichtigkeit folgen oft Sorgen. Dazu empfehle ich meine Podcast Folge 04 Lebe völlig sorgenfrei – Probleme lösen sich auf.

Bewusst sein hilft Dir – und was sonst noch?

Sei besser bewusst! Sei achtsam, wann Du etwas zu wichtig nimmst. Reduziere die Wichtignahme und behalte dadurch Deine Energie. Triff als Wähler ganz ruhig, locker und entspannt Deine Wahl. Einfach so. Dadurch bist Du sehr erfolg-reich. Spare Dir die Wichtignahme, komme in Dein Gleichgewicht.

Wenn es Dir schwer fällt die Wichtigkeit oder Wichtignahme bei Dir zu reduzieren, dann überlege Dir, ob das Thema morgen noch wichtig für Dich ist. Falls ja, dann überlege Dir, wie wichtig das Thema in 10 Jahren noch für Dich ist. Falls ja, dann überlege Dir, wie wichtig das Thema in Bezug auf Dein gesamtes Leben ist. Falls die Wichtigkeit immer noch da ist: Schaue in den Rückspiegel Deines Lebens: Wie oft war etwas so was von wichtig, was heute keinerlei Bedeutung mehr hat? Falls sie dennoch hartnäckig bleibt: Überlege Dir, wie relevant diese Wichtigkeit im Vergleich zum Universum ist. Irgendwann wird sich die Wichtigkeit bei diesen Schritten auflösen. Falls sie dennoch bleibt, nimm sie an und lasse sie los. Das geht natürlich auch immer. Einfach annehmen. So sein lassen. Beschäftige Dich anschließend lieber mit anderen, schönen Dingen. Oder hör noch eine der genannten Podcast Folgen.

Am Ende noch das Sprichwort zum Thema: Wenn Du etwas Wichtiges zu sagen hast, dann sage es morgen.

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