04 Lebe völlig sorgenfrei – Probleme lösen sich auf – lebe Dich bewusst – Podcast

In der letzten Folge „Mit richtigem Denken und Reden bewusst leben“ ging es darum, durch positives Denken und Reden Dein Leben bewusst zu gestalten. Hast Du Dir bewusst gemacht, wie oft Du negativ denkst? Konntest Du bei Dir wahrnehmen, wie oft Du das Wort NICHT verwendest und wie viel öfter es andere tun? Was macht das mit Dir?

Ich lade Dich ein, weiterhin bewusst darauf zu achten, wie Du denkst und redest. Denke positiv und in Lösungen. So wird sich Dein Leben gestalten. Die Kraft Deiner Gedanken ist riesengroß und Du darfst sie gerne für Dich nutzen!

Genau zum Thema Vermeidung des Wortes NICHT habe ich auch noch eine Ergänzung. Zwischenzeitlich hat mich die Autorin eines Buches, das genau von der richtigen Sprache handelt, zurückgerufen. Es gibt nämlich einige wenige Redewendungen, für die meine Suche für eine Alternative bisher ohne Ergebnis ist. Deshalb habe ich sie um Hilfe gebeten. Das sind „Ich weiß es nicht“ und z. B. in einem Laden „den Artikel haben die nicht.“ Die Autorin meinte, dass es Situationen gibt, in denen NICHT verwendet werden kann. Die Nutzung sollte nur sehr bewusst erfolgen, womit wir wieder beim Thema „Lebe Dich bewusst“ sin

Nun zum heutigen Thema „Lebe völlig sorgenfrei – Probleme lösen sich auf“. Im späteren Text geht es um den Sorgenfrei-Selbstversuch! Bei der Vielzahl der durchschnittlich ca. 50.000 bis 60.000 Gedanken, die jeder Mensch pro Tag denkt, sind auch sehr viele voller Probleme, Sorgen und Ängste dabei. Auch wenn Du bereits begonnen hast positiv zu denken und zu reden ist das anfangs ganz normal. Du bist Dein ganzes Leben anderes Denken und Reden gewohnt und Veränderungen brauchen Zeit.

Was auch dazu beiträgt: Die Medien sind fast ausschließlich voll mit negativen Meldungen. Auch diese können bei Dir Sorgen auslösen. Wenn Du magst, mache eine Woche lang eine bewusste negative Medien-Fastenkur. Das heißt keine Zeitungen, keine negativen Reportagen, Filme oder Sendungen im Fernsehen und generell keine Nachrichten. Das schließt auch das Radio oder Nachrichtenseiten im Internet oder bei Facebook ein. Nimm Deine Gedanken vor dem Experiment wahr und nach dieser Woche. Was macht das mit Dir? Diese Erfahrung prägt Deinen Medien-Konsum und Deine künftigen Sorgen.

Und darum geht es in der heutigen Folge: Wie kannst Du sorgenfrei leben und Probleme einfach auflösen?

Für mich klingt das im ersten Moment nach einem Idealzustand, der auch ein Idealzustand bleibt, also unerreichbar scheint.

„Lebe Dich bewusst“ heißt dieser Podcast und genau dieses Bewusstsein spielt bei Deinen Sorgen eine sehr große Rolle.

Lass uns erst einmal schauen was Sorgen denn sind. Sorgen sind eine subjektiv erwartete Not, die gedanklich vorweggenommen wird und sich im Fühlen, Denken und Handeln des Besorgten oder Sorgenden auswirkt. Greifbar gemacht sind es alle Gedanken, die Dich beunruhigen, da ja ein Zustand eintreten könnte. Der Fokus liegt auf könnte.

Wichtig in diesem Zusammenhang: stell Dir vor Du wachst ganz früh morgens noch vor dem Wecker auf. Und als erstes machst Du Dir direkt Sorgen. Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da? Habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar.

Das ist ein bekanntes Lied aus dem Jahr 1987, das sich dem Thema humoristisch nähert. Zurück zu Dir in Deinem warmen Bett mit Deinen Sorgen. Du sorgst Dich also ob es regnet, Du sorgst Dich ob Du pünktlich bei der Arbeit sein wirst, Du sorgst Dich ob die Bahn kommt oder Stau ist. Du sorgst Dich ob Du Deine Präsentation in drei Wochen und zwei Tagen erfolgreich halten wirst. Du sorgst Dich ob Deine Kleidung passend ist. Du wartest auf eine SMS und sorgst Dich ob der Person etwas passiert ist, sie Dich weniger mag oder jemand anderen mehr mag als Dich. Du sorgst Dich ob Deine Follower bei Instagram noch alle da sind. Es geht endlos so weiter.

Überlege bitte einen Moment: was passiert, wenn Du Dir Sorgen machst? Kannst Du dadurch Gefahren reduzieren oder abwenden? Ist es Dir dadurch möglich die Realität zu beeinflussen? Ich bezweifle das.

In der Essenz gibt es nur zwei Gefühle: Angst und Liebe. Alle Gefühle gehen entweder auf Angst oder Liebe zurück.

Zu welchem Gefühl gehören die Sorgen? Wenn Du Dir um jemanden Sorgen machst, könnte ich denken, dass es Liebe ist. Weit gefehlt, es ist Angst. Einfach die blanke Angst. Diese Angst lähmt Dich, wirft ein Gedankenkarussell an, dass sich unaufhörlich dreht. Sorgen verleihen kleinen Dingen einen großen Schatten.

Wenn Du wahrnimmst, dass Du Dich sorgst und im Gedankenkarussell gefangen bist, kannst Du Dich fragen: was kann schlimmstenfalls passieren, wenn diese Sorge wirklich so eintritt? Nehmen wir das Beispiel von gerade: die Präsentation vor wichtigen Leuten in Deiner Firma, die Du in drei Wochen und zwei Tagen halten sollst. Was kann schlimmstenfalls passieren? Es kann passieren, dass Du die drei Wochen und zwei Tage verstreichen lässt, die Vorbereitung komplett auslässt und keine Präsentationsunterlage hast. Dann stehst Du also da vor der versammelten Mannschaft und bist ganz ohne Präsentation. Du kannst Dir nun den Flipchart nehmen und einige wichtige Punkte skizzieren während Du redest. Ok, Deine Sorge sagt Dir: da gibt es keinen Flipchart und Du hast auch noch einen Blackout. Sprich alles geht schief. Du vergeigst die Präsentation komplett und von Anfang bis Ende. Was kann dann schlimmstenfalls passieren? Die wichtigen Leute können einen schlechten Eindruck von Dir haben. Ok. Was kann noch schlimmstenfalls passieren? Wirst Du gekündigt? Wohl kaum. Ist Dein Leben bedroht? Nein. Du siehst, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass alles eintritt worüber Du Dich sorgst. Du kannst Dich vorbereiten und kannst Dir einige Strategien zurechtlegen damit Du selbst bei einem Blackout souverän wirkst.

Stelle Dir dazu eine Frage: Werde ich in einem Jahr noch daran denken, wie ich die Präsentation gnadenlos versemmelt habe? Ich denke nein. Oder falls ja, wirst Du Dich vermutlich schlapp lachen, wie das alles gelaufen ist.

Diese Frage hilft Dir auch im Straßenverkehr sehr gut weiter, wenn Du Dich aufregen möchtest: was ist in einer Woche? Denke ich dann noch an diesen Autofahrer, der mich jetzt gerade aufregt? Falls Du diese Frage mit Nein beantworten kannst, weißt Du was jetzt zu tun ist. Ignorieren, dankbar sein und schöne Gedanken denken.

Zurück zum Thema: Sorgen sollen Dich sensibilisieren, dafür kannst Du sie nutzen.

Bedenke bitte: Es gibt nur das Hier und Jetzt. Es gibt nur die Gegenwart. Alles andere ist in Deinen Gedanken. Durch Sorgen und angstvolle Gedanken setzt Du die Ursache für eine sorgenvolle und ängstliche Zukunft. Mache keinen Augenblick von dem abhängig, was gestern war oder morgen sein könnte. Denke nur ganz positiv an das Hier und Jetzt, denn der nächste Augenblick ist ungewiss.

Der Sorgenfrei Selbstversuch

Ich möchte Dich nun zu einem spannenden und interessanten Experiment einladen: Dem Sorgenfrei Selbstversuch! Setze Dich hin und schreibe mit der Hand auf ein Blatt Papier im Format A4 im Querformat ALLE Deine Sorgen auf, die Dich aktuell beschäftigen. Noch einmal: Setze Dich hin und schreibe ALLE Deine Sorgen auf, die Dich aktuell beschäftigen.

Das hört sich im ersten Moment sehr, sehr ungewöhnlich an. In der Umsetzung war es wenigstens für mich schwer greifbar. Manche Sorgen sind mehr ein diffuses Gefühl als wirkliche Gedanken. Diese Sorgen sind vorhanden, jedoch nur mit größerer Anstrengung erkennbar. Aus meiner Erfahrung dauert es deshalb einige Zeit, bis Du wirklich alle Deine Sorgen identifiziert und aufgeschrieben hast. Lasse Dich drauf ein und sei ganz offen. Prüfe durch Gedanken in alle Richtungen, ob Du wirklich alle Deine Sorgen finden konntest. Ergänze Deine Liste mit Sorgen, die sich zuerst gut versteckt hatten und nun doch in Dein Bewusstsein kommen. Diese Sammlung kann einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wenn Du nun überzeugt bist alle Sorgen gefunden zu haben, nimmst Du diesen Zettel, faltest ihn und legst ihn gut weg. Mache Dir im Anschluss eine Wiedervorlage für heute in genau einem Monat.

An diesem Tag einen Monat später nimmst Du Dir diesen Zettel und gehst noch einmal in Dich und prüfst bei jedem Eintrag, ob diese Sorge begründet war und was aus ihr geworden ist. Du kannst sicher sein, dass sich die deutliche Mehrheit einfach in Luft aufgelöst hast. In einem Buch stand die Zahl von über 90%. Und noch viel erstaunlicher: viele der Sorgen von vor einem Monat sind aus Deiner Erinnerung vollständig verschwunden. Natürlich gibt es auch viele Sorgen auf Deinem Blatt, die auch nach dem Monat noch aktuell sind, weil sie erst in der Zukunft passieren können. Diese Sorgen kannst Du für dieses Experiment ausblenden. Dennoch wirst Du viele Sorgen auf Deinem Blatt finden, die komplette Energieverschwendung waren.

Dazu habe ich eine Geschichte von einer guten Freundin von mir. Sie hatte sich zu allen Nachbarn in ihrem Haus ständig Sorgen gemacht und sehr, sehr viel darüber gesprochen. Das hat sie zu dieser Zeit sehr beschäftigt. Ich habe mir nach einem Gespräch einmal alle Namen und die Themen der einzelnen Nachbarn notiert. Diesen Zettel habe ich 3 Jahre später wiedergefunden. Sie war zwischenzeitlich umgezogen. Ich habe ihr beim nächsten Treffen einfach mal so die Namen und die Themen vorgelesen, genauso, wie sie mir diese damals geschildert hatte. Sie schaute mich verwundert an und konnte mit keinem der Namen und mit keiner Sorge mehr etwas anfangen. Ich habe den gleichen Text noch einmal wiederholt. Ein Name sagte ihr dann doch etwas. Das ist schon ein extremes Beispiel und Du weißt was ich Dir damit sagen möchte. Nach einiger Zeit, mal sind es Minuten, Tage, Wochen oder Jahre vergisst Du den Großteil Deiner Sorgen und Dinge, über die Du Dir Gedanken machst. Nimm also Deine Sorgen, gerne auch einzeln, packe Sie gedanklich in eine Seifenblase und schicke sie weg. Beobachte, wie sie langsam vom Wind weggetragen werden und nach kurzer Zeit einfach zerplatzen. Und zwar mit einem guten Gefühl.

Es wird sicher auch einige Sorgen geben, die Dir sehr real vorkommen und bei denen es Dir schwerfällt, diese jetzt schon loszulassen. Akzeptiere das und packe Deine anderen, vermeintlich leichteren Sorgen in die Seifenblase und lasse sie fliegen. Schritt für Schritt wirst Du bewusster Denken und dadurch Leben können.

Wenn es Dir lieber ist, kannst Du die Sorgen gedanklich auch auf selbstgebastelte Papierschiffchen schreiben und diese einzeln in einen Fluss setzen. Beobachte sie dabei, wie sie vom Fluss bewegt werden und langsam dem Flusslauf folgen. Je weiter sie weg sind, desto kleiner werden sie. Bald sind sie verschwunden. So wie Deine Sorgen. Und dann: vergiss die Sorgen!

Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die außerhalb unseres Einflussvermögens liegen.

Wie kannst Du das noch ganz leicht erreichen? Sage Dir, dass Du aufgrund der Eingeschränktheit Deines menschlichen Verstandes nur in der Lage bist einen Gedanken gleichzeitig zu denken und ein Gefühl zu erleben. Nun kannst Du Deinen Gedanken der Sorge durch einen positiven Gedanken oder ein schönes Gefühl ersetzen. Da Du ja weißt, dass Du jetzt immer nur einen Gedanken denken kannst oder ein Gefühl fühlen kannst, reicht es genau JETZT in diesem Augenblick den Fokus auf das Schöne zu richten. Sollte sich dennoch eine Sorge in Deine Gedanken schleichen, dann richte ebenfalls wieder im JETZT den Fokus auf das Schöne. Das geht dann immer so weiter. Unterstützend kannst Du Deine Gedanken beschäftigt halten und so ebenfalls Sorgen verdrängen.

Gefühlte Dankbarkeit hilft Dir auch dabei dieses diffuse Gefühl Deiner Sorgen deutlich zu reduzieren. Sei dankbar für jedes kleine Ding und jedes Erlebnis, dass Dir möglicherweise so normal und selbstverständlich vorkommt.

Ich wünsche Dir viel Freude und Ausdauer bei Deinem noch ein Stückchen bewussteren und sorgenfreieren Leben!

Ich habe ebenfalls alle meine Sorgen aufgeschrieben auf dem DIN A4 Blatt und in einem Monat berichte ich im Podcast von meinen Ergebnissen.

Zum Schluss habe ich noch eine Ergänzung zu der Geschichte von den ehemaligen Nachbarn meiner guten Freundin. So hat sie mir einige Tage später berichtet, dass sie genau an dem Tag, an dem wir über ihre Nachbarn gesprochen hatten, einen dieser Nachbarn beim Einkaufen getroffen hat. Beide haben sich darüber ausgetauscht, wie es früher war und sie konnte mit Abstand erzählen, dass sie froh ist nun woanders zu wohnen. Ein wunderbarer Abschluss des Themas für sie. Für mich ein weiterer Beweis für die unendliche Kraft der Gedanken! Durch ihre Gedanken an die Nachbarn hat sie die Ursache gesetzt, die kurz darauf zur Wirkung des Wiedersehens geführt hat. Eine künftige Folge wird sich genau mit den Themen Ursache und Wirkung beschäftigen und Dir Inspirationen geben, dies für Dich zu nutzen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die meisten Sorgen unbegründet sind und es sowieso anders kommt. Sorgen können dich sensibilisieren, dazu sind sie geeignet. Ich freue mich, wenn Du das Experiment mit dem Sorgen aufschreiben ebenfalls startest.

Versuche immer im Hier und Jetzt zu sein mit Deinen Gedanken, so lösen sich Sorgen fast automatisch auf.

In der nächsten Folge geht es um „Wundern hilft immer“. Eine gute Methode, um die Realität positiv zu beeinflussen!

Dein Sebastian

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